{"id":177,"date":"2014-08-09T23:16:10","date_gmt":"2014-08-09T21:16:10","guid":{"rendered":"http:\/\/andreasguldner.de\/?p=177"},"modified":"2014-08-09T23:16:10","modified_gmt":"2014-08-09T21:16:10","slug":"neverending-story-parken-in-landsberg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/andreasguldner.de\/?p=177","title":{"rendered":"Neverending story&#8230;..  parken in Landsberg"},"content":{"rendered":"<p>Unser aller liebstes Thema in der Lechstadt das uns auch immer weiter verfolgt solange es nicht wirklich offen und ehrlich bearbeitet und damit hinreichend gel\u00f6st wird ist was man so sch\u00f6n Parkraumbewirtschaftung nennt.<\/p>\n<p>Andere machen das auch.<\/p>\n<p>Nur nicht so ungeschickt wie wir&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fangen wir von vorn an. Landsberg ist eine Stadt wie viele, die mit einem historischen Stadtkern nunmal in Sachen Platz eher wenig frei hat. Also beschloss man den Parkraumbedarf unterirdisch zu l\u00f6sen. Der politische Wille von OB und Stadtrat Parkraum zu stellen und die Umsetzung durch die Verwaltung f\u00fchrten zu einem Angebot das Kosten verursacht und deshalb nicht gratis zu offerieren ist.<\/p>\n<p>Zur erf\u00fcllung des eigentlichen Zwecks schuf man sogar zwei Tiefgaragen. Eine relativ normale in der N\u00e4he des Inselbades. Diese f\u00fcllt sich \u00fcber die Sandauer Br\u00fccke und daher eher aus dem Westen. Eine etwas schwierigere im Schlo\u00dfberg die \u00fcber die neue Bergstra\u00dfe angebunden ist und mehr dem \u00f6stlichen Bereich zugewandt.<\/p>\n<p>Wir haben dadurch ein Angebot an oberirdischen Stellpl\u00e4tzen, an unterirdischen Stellpl\u00e4tzen und die Aufgabe dies zu bewirtschaften. Das Ziel ist dabei politisch gesetzt und nur bedingt direkt wirtschaftlich, das hei\u00dft in erster Linie ist die Verf\u00fcgbarkeit und daraus abzuleitende Anwesenheit mobiler Menschen was man Will.<\/p>\n<p>Die Zeit schreitet voran und trotz Ver\u00e4nderungen bleibt doch ein wichtiger Teil des Angebots die beiden Tiefgaragen. Man f\u00fcgt dem Angebot auf der Waitzinger Wiese Parkraum hinzu.\u00a0 Aber es erfolgt auch ein Wechsel von der Betriebsf\u00fchrung durch die Stadt in ein Modell wo die Tiefgaragen den Stadtwerken \u00fcbergeben sind um diese im Auftrag der Stadt zu betreiben und die oberirdische bewirtschaftung verbleibt direkt in H\u00e4nden der Stadt.\u00a0 Die Versorgung mit Parkraum ist damit zweigeteilt.<\/p>\n<p>Oder genauer nur in gewisser Form denn als Ziel des \u00dcbergangs von Einrichtungen der Stadt zu den Stadtwerken gilt die Vorstellung das die Stadtwerke \u00e4hnlichen Erfolg wie jene in anderen St\u00e4dten haben und die \u00fcbernommenen Einrichtungen dann sozusagen mittragen.\u00a0 Erscheint auf den ersten Blick recht angenehm f\u00fcr Gemeinden wenn Kommunalunternehmen die m\u00f6glichen Kostenverursacher \u00fcber Wasser halten und so als nullsummenspiel einerseits zwar keine Wirtschaftliche Konkurrenz zur privatwirtschaft stellen aber gleichzeitig die Belastungen der Gemeinden abdecken. Au\u00dferdem erscheint ein KU nicht direkt in den Zahlen der Stadt womit eine allzu tiefrote F\u00e4rbung vorerst den Abschl\u00fcssen der Stadt fernbleibt.\u00a0\u00a0 In der Theorie also die so beliebte win-win-situation.<\/p>\n<p>Und dann kam die Praxis und ruinierte alles.<\/p>\n<p>Festzustellen ist das ein zu 100% einer Gemeinde geh\u00f6riges KU auch seine Verluste an die Gemeinde weiterreicht und im Fall der F\u00e4lle der alleineigent\u00fcmer auch sehr allein dasteht.<\/p>\n<p>Man kann also einen wunderbaren Bumerang schaffen mit einem KU.<\/p>\n<p>Jetzt treffen mehrere Faktoren zusammen. Die Stadt schuf Einrichtungen zweckdefiniert unter Akzeptanz das diese sich nicht selbst finanzieren. Die Stadtwerke m\u00fcssten eigentlich zumindest mehrheitlich in ihren Bereichen ein Plus machen um andere dann ausgleichen zu k\u00f6nnen. Damit es nicht zu einfach wird hat man auch noch Entwicklungskonzepte beauftragt und entnimmt daraus Vorschl\u00e4ge die ebenfalls einer Zielsetzung folgen.<\/p>\n<p>In diese Suppe taucht dann noch als Mit-koch die Privatwirtschaft ihren L\u00f6ffel und alle r\u00fchren herum. Nur nicht in dieselbe Richtung. Auch auf die Temperatur kann man sich nicht einigen. Vom W\u00fcrzen erst gar nicht zu sprechen.<\/p>\n<p>Am Rand steht das Publikum und m\u00f6chte einfach nur zu bezahlbaren Preisen eine genie\u00dfbare Suppe, also einfach faire Preise und eine L\u00f6sung f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>Warum ist es so schwierig? Ein Teil des Problems ist die Krankheit nicht alle Daten auf den Tisch zu legen. Man versucht Diskussionen zu lenken indem man die Information kontrolliert. Dazu kommt das verschiedene Interessen mitspielen.<\/p>\n<p>L\u00f6sen wir das Paket mal auf.<\/p>\n<p>Eine gewinnbringende Bewirtschaftung des oberirdischen Parkraumes durch die Stadt. Wobei aber zu hinterfragen ist warum man im Hintergrund alle m\u00f6glichen Konzepte hat die diese Einnahme untergraben k\u00f6nnten. Eine verlustbehaftete Bewirtschaftung des unterirdischen Parkraumes durch die Stadtwerke, wobei hier auch die Unterhaltskosten wie zB Sanierungsma\u00dfnahmen hineinwirken. Eine rein verwalterische Teilung weil am Ende immer die Gemeinde dabei ist egal ob direkt oder indirekt \u00fcber das KU. Desweiteren ein Entwicklungskonzept in vielen kleinen Puzzleteilen das man m\u00f6glichst versteckt h\u00e4lt, vermutlich weil man sich die Wirkung ausrechnen kann die eine Betrachtung im Zusammenhang h\u00e4tte. Unzufriedene Benutzer die die preisgestaltung als zu hoch empfinden und durch fernbleiben dem auch Ausdruck geben. Schlecht f\u00fcr den Ruf.<\/p>\n<p>Es steht eine planerische Vorstellung im Raum die den gegensatz f\u00f6rdert und glaubt von au\u00dfen beurteilen zu k\u00f6nnen. Zur formulierung von Zielen scheinen kleinste Gruppen zu reichen. Unterschriften die zu tausenden kommen hingegen finden nicht dieselbe Beachtung.\u00a0 Das wirkt dann wie eine Auswahl der \u00c4u\u00dferungen die man wahrnehmen will.<\/p>\n<p>An dem Knoten haben sich schon viele versucht.<\/p>\n<p>Gehen wir zum Neutralsten Punkt. Die Stadt steht in der Verantwortung weil sie diese Stellpl\u00e4tze und deren Organisation geschaffen hat. Die verwalterische Teilung ist unwichtig im Vergleich zum funktionellen Zusammenhang der Parkraumbewirtschaftung.<\/p>\n<p>Ergo kann die Stadt den Verlusten sowieso nicht entkommen da sie entweder direkt oder indirekt dabei ist. Allerdings kann sie durch intelligente Gestaltung der Geb\u00fchren und Taktung sich st\u00e4rker zum\u00a0 aufsteigenden Teil der halbwelle positionieren der vor dem abkippen ins insgesamt negative liegt und so in den Effekten auf Handel und eigene Einrichtungen mehr gewinnen als verlieren.<\/p>\n<p>Dagegen f\u00fchrt eine \u00fcberwertung der scheinbaren Stadtwerke-interessen oder ein sinnloser Leidensdruck um des Leidens willen nur dazu das alle verlieren.<\/p>\n<p>Doch einfacher als gedacht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser aller liebstes Thema in der Lechstadt das uns auch immer weiter verfolgt solange es nicht wirklich offen und ehrlich bearbeitet und damit hinreichend gel\u00f6st wird ist was man so sch\u00f6n Parkraumbewirtschaftung nennt. Andere machen das auch. Nur nicht so ungeschickt wie wir&#8230; &nbsp; Fangen wir von vorn an. 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