Neverending story….. parken in Landsberg

Unser aller liebstes Thema in der Lechstadt das uns auch immer weiter verfolgt solange es nicht wirklich offen und ehrlich bearbeitet und damit hinreichend gelöst wird ist was man so schön Parkraumbewirtschaftung nennt.

Andere machen das auch.

Nur nicht so ungeschickt wie wir…

 

Fangen wir von vorn an. Landsberg ist eine Stadt wie viele, die mit einem historischen Stadtkern nunmal in Sachen Platz eher wenig frei hat. Also beschloss man den Parkraumbedarf unterirdisch zu lösen. Der politische Wille von OB und Stadtrat Parkraum zu stellen und die Umsetzung durch die Verwaltung führten zu einem Angebot das Kosten verursacht und deshalb nicht gratis zu offerieren ist.

Zur erfüllung des eigentlichen Zwecks schuf man sogar zwei Tiefgaragen. Eine relativ normale in der Nähe des Inselbades. Diese füllt sich über die Sandauer Brücke und daher eher aus dem Westen. Eine etwas schwierigere im Schloßberg die über die neue Bergstraße angebunden ist und mehr dem östlichen Bereich zugewandt.

Wir haben dadurch ein Angebot an oberirdischen Stellplätzen, an unterirdischen Stellplätzen und die Aufgabe dies zu bewirtschaften. Das Ziel ist dabei politisch gesetzt und nur bedingt direkt wirtschaftlich, das heißt in erster Linie ist die Verfügbarkeit und daraus abzuleitende Anwesenheit mobiler Menschen was man Will.

Die Zeit schreitet voran und trotz Veränderungen bleibt doch ein wichtiger Teil des Angebots die beiden Tiefgaragen. Man fügt dem Angebot auf der Waitzinger Wiese Parkraum hinzu.  Aber es erfolgt auch ein Wechsel von der Betriebsführung durch die Stadt in ein Modell wo die Tiefgaragen den Stadtwerken übergeben sind um diese im Auftrag der Stadt zu betreiben und die oberirdische bewirtschaftung verbleibt direkt in Händen der Stadt.  Die Versorgung mit Parkraum ist damit zweigeteilt.

Oder genauer nur in gewisser Form denn als Ziel des Übergangs von Einrichtungen der Stadt zu den Stadtwerken gilt die Vorstellung das die Stadtwerke ähnlichen Erfolg wie jene in anderen Städten haben und die übernommenen Einrichtungen dann sozusagen mittragen.  Erscheint auf den ersten Blick recht angenehm für Gemeinden wenn Kommunalunternehmen die möglichen Kostenverursacher über Wasser halten und so als nullsummenspiel einerseits zwar keine Wirtschaftliche Konkurrenz zur privatwirtschaft stellen aber gleichzeitig die Belastungen der Gemeinden abdecken. Außerdem erscheint ein KU nicht direkt in den Zahlen der Stadt womit eine allzu tiefrote Färbung vorerst den Abschlüssen der Stadt fernbleibt.   In der Theorie also die so beliebte win-win-situation.

Und dann kam die Praxis und ruinierte alles.

Festzustellen ist das ein zu 100% einer Gemeinde gehöriges KU auch seine Verluste an die Gemeinde weiterreicht und im Fall der Fälle der alleineigentümer auch sehr allein dasteht.

Man kann also einen wunderbaren Bumerang schaffen mit einem KU.

Jetzt treffen mehrere Faktoren zusammen. Die Stadt schuf Einrichtungen zweckdefiniert unter Akzeptanz das diese sich nicht selbst finanzieren. Die Stadtwerke müssten eigentlich zumindest mehrheitlich in ihren Bereichen ein Plus machen um andere dann ausgleichen zu können. Damit es nicht zu einfach wird hat man auch noch Entwicklungskonzepte beauftragt und entnimmt daraus Vorschläge die ebenfalls einer Zielsetzung folgen.

In diese Suppe taucht dann noch als Mit-koch die Privatwirtschaft ihren Löffel und alle rühren herum. Nur nicht in dieselbe Richtung. Auch auf die Temperatur kann man sich nicht einigen. Vom Würzen erst gar nicht zu sprechen.

Am Rand steht das Publikum und möchte einfach nur zu bezahlbaren Preisen eine genießbare Suppe, also einfach faire Preise und eine Lösung für alle.

Warum ist es so schwierig? Ein Teil des Problems ist die Krankheit nicht alle Daten auf den Tisch zu legen. Man versucht Diskussionen zu lenken indem man die Information kontrolliert. Dazu kommt das verschiedene Interessen mitspielen.

Lösen wir das Paket mal auf.

Eine gewinnbringende Bewirtschaftung des oberirdischen Parkraumes durch die Stadt. Wobei aber zu hinterfragen ist warum man im Hintergrund alle möglichen Konzepte hat die diese Einnahme untergraben könnten. Eine verlustbehaftete Bewirtschaftung des unterirdischen Parkraumes durch die Stadtwerke, wobei hier auch die Unterhaltskosten wie zB Sanierungsmaßnahmen hineinwirken. Eine rein verwalterische Teilung weil am Ende immer die Gemeinde dabei ist egal ob direkt oder indirekt über das KU. Desweiteren ein Entwicklungskonzept in vielen kleinen Puzzleteilen das man möglichst versteckt hält, vermutlich weil man sich die Wirkung ausrechnen kann die eine Betrachtung im Zusammenhang hätte. Unzufriedene Benutzer die die preisgestaltung als zu hoch empfinden und durch fernbleiben dem auch Ausdruck geben. Schlecht für den Ruf.

Es steht eine planerische Vorstellung im Raum die den gegensatz fördert und glaubt von außen beurteilen zu können. Zur formulierung von Zielen scheinen kleinste Gruppen zu reichen. Unterschriften die zu tausenden kommen hingegen finden nicht dieselbe Beachtung.  Das wirkt dann wie eine Auswahl der Äußerungen die man wahrnehmen will.

An dem Knoten haben sich schon viele versucht.

Gehen wir zum Neutralsten Punkt. Die Stadt steht in der Verantwortung weil sie diese Stellplätze und deren Organisation geschaffen hat. Die verwalterische Teilung ist unwichtig im Vergleich zum funktionellen Zusammenhang der Parkraumbewirtschaftung.

Ergo kann die Stadt den Verlusten sowieso nicht entkommen da sie entweder direkt oder indirekt dabei ist. Allerdings kann sie durch intelligente Gestaltung der Gebühren und Taktung sich stärker zum  aufsteigenden Teil der halbwelle positionieren der vor dem abkippen ins insgesamt negative liegt und so in den Effekten auf Handel und eigene Einrichtungen mehr gewinnen als verlieren.

Dagegen führt eine überwertung der scheinbaren Stadtwerke-interessen oder ein sinnloser Leidensdruck um des Leidens willen nur dazu das alle verlieren.

Doch einfacher als gedacht.

 

 

Schreibe einen Kommentar