Wählergruppen, Vereine und Parteien stellen Listen auf. Mit dem Ziel Mandate zu erhalten.
Wer ist für diese Listen besonders interessant ?
- bei Wahlen ist ein Bekanntheitsgrad unter den Wahlberechtigten hilfreich
- Gesichter und Namen sind oft gemeinsam bekannt , aber manchmal ist schon eine hälfte der zwei Möglichkeiten ein Türöffner
- daraus folgt eine hohe Bereitschaft jene die man schon in anderen Funktionen kennt gerne aufzustellen um von den beiden Punkten oben zu Profitieren
- manchmal sucht man weitere Fähigkeiten und Kenntnisse um Listen abzurunden
- lokale Verwurzelungen in teilen einer Gemeinde sind wertvoll weil Verwaltungsgemeinschaften und Städte mit Ortsteilen eine gewisse Unterteilung und „örtliche nähe“ der Wähler zum Bewerber haben. Ein Bezug der Vorteile bietet.
- Bewerber aus Vereinen und Gruppierungen wird ein leichterer Zugang zu den anderen Mitgliedern unterstellt, man erhofft dadurch den eigenen Zugang zu verbessern.
Zusammengefasst ergibt sich ein Bild. Wen man kennt „wie ein bunter Hund“, wen man für allgemein bekannt hält, wer Zugang zu möglichen Wählern zu bieten scheint der hat gute Karten auf aussichtsreiche Plätze auf den Listen.
An welcher Mechanik liegt diese Auswahl ?
Die Logik hinter der Einschätzung von bereits vorhandener Bekanntheit als wichtigem Faktor ist das Verhalten der Wähler gegenüber dem Angebot in der Vergangenheit. Wenn sich wiederholend die Stimmen vor allem bei bestimmten Faktoren sammeln, erzeugt das eine Zielsetzung dies für den Wahlvorschlag bestmöglich einzusetzen.
Wahlvorschläge enthalten einzelne Personen in derselben Menge wie Mandate zu vergeben sind. Allerdings wird hier nicht auf einzelne Mandate beworben bei den Listen, nur die Wahlen der Bürgermeister ( und OB ) sind ein direktes Aufeinandertreffen von einzelnen Personen.
Die Listen bekommen Stimmen und die Gesamtzahl der Stimmen bestimmt den Prozentualen Anteil dieses Wahlvorschlags an den zu vergebenden Mandaten. Wessen Liste zB 10% der Stimmen erhält hätte bei 30 Mandaten für den Rat einen Anspruch darauf 3 Mandate zu besetzen. Die Reihenfolge der Listenkandidaten für die Besetzung dieser Mandate erfolgt gemäß den erhaltenen Stimmen. Bei 3 Positionen würden die 3 Kandidaten ( auch Kandidatinnen ) mit den 3 höchsten werten bei den Stimmen aufgefordert zu entscheiden ob sie die Wahl annehmen. Nehmen sie an, erhalten sie ein Mandat. Lehnt jemand ab rückt die bei den Stimmen auf Platz 4 befindliche Person nach und dürfte ebenfalls entscheiden.
Das heißt es ist sinnvoll Bewerber zu finden die Stimmen erhalten und auch eine Wahl annehmen, aber mit der Wahrscheinlichkeit das niemand 100% der Mandate erreicht ist auch eine begrenzte Menge an Kandidaten die nur Stimmen sammeln wertvoll für den Gesamterfolg.
Der Grund für komplette Listen ist in der Mechanik: „viele sammeln viele stimmen“ zu suchen.
Wer nur die aussichtsreichsten Bewerber aufstellen würde, oder nur zur Wiederwahl aufstellen würde, hätte einen Nachteil. Weil es möglich ist stimmen zu verteilen und stimmen komplett einer Liste zu geben haben kurze Listen oft einerseits gute Chancen ein Mandat zu erreichen und dabei sogar weniger stimmen für diesen Kandidaten zu benötigen und gleichzeitig schlechte Chancen mehr als ein Mandat zu bekommen.
Damit können viele kleine Listen eine Wirkung auf andere erzeugen in dem sie Mandate bekommen mit weniger stimmen für ihre Mandate und größere Listen haben Kandidaten mit mehr stimmen aber ohne Mandat.
Für Bewerber mit dem Willen ein Mandat zu erhalten kann eine kleine Gruppierung zum Erfolg führen. Allerdings sind die großen immer bemüht die Bewerber denen man zutraut Erfolg zu haben für ihre Liste zu gewinnen und die Unterstützung und Mittel sind auch größer dort.



