Ein Atari ist ganz nett, aber das rauschbild ist kein Hit, also…?

Nun, ein Telespiel allein macht noch nicht glücklich.

Konsole unter Spannung , Kontrolleinheiten angesteckt, Antennenkabel am TV und kanal gewählt , und ? Richtig die Spiele!

Am Anfang war keine Disk, keine CD. Nein, die Telespiele kamen mit den einsteckbaren cartridges daher. Rein damit, einschalten !

Ladezeiten ? Was waren Ladezeiten ?

Grundsätzlich hat das Plastikgehäuse plus elektronik den Vorteil das man sofort loslegen kann. Kein einlesen über Blocks und Spuren. Allerdings ist der Platz damit auch sehr begrenzt. Ein Medienwechsel wäre völlig unmöglich.   Man erkauft sozusagen die schnelle Bereitschaft mit Einschränkungen.

Speichern ? Wie speichern ?

Auch ein Punkt. Modernere Konsolen verwenden Speicherkarten oder gleich eine Festplatte. Viele Heimcomputer hatten durch ihre Ausrichtung auf die Erstellung und Bearbeitung der Daten ebenfalls immer eine Möglichkeit etwas abzuspeichern. Bei den richtig alten Telespiel-veteranen gabs nur eins : durchspielen !     Oder fairerweise etwas erreichbarer als Ziel: so weit kommen, so viele Punkte machen, wie möglich.

 

Der Schacht für die „Module“ erlaubt eine unverwechselbare Richtung und es gibt nur an oder aus. Spielen oder nicht Spielen. Sehr einfach.

Zur verdeutlichung mal wie die VCS Spiele so aussehen:

vcs games 1

Im Betrieb bekommt man dann ungefähr so etwas zu sehen:

Atari vcs 2600 002

 

Aus kleinen meist schwarzen Plastikteilen mit bunten Aufklebern werden also Bilder die auch bunt sind aber eher grob aufgelöst für den Geschmack des Jahres 2014.

 

Atari VCS 2600

Des waren noch Zeiten als man Buchstabenkombos hatte damit etwas „hi-techy“ klang.   Anfang der 80’er in der Ära der Telespiele wie sie hießen, bestellte man sowas aus dem Versandkatalog zum Beispiel. Eine Konsole, ein Netzteil, Antennenkabel und 1-2 Eingabegeräte, zumeist Joysticks in verschiedenster Bauweise. Dazu Module zum einstecken und alles über den Fernseher flimmernd am laufen.

Ein Atari VCS 2600 der zweiten Generation sieht so aus:

DSC05715

Ja ein sehr spezieller Joystick. Aber zumindest waren die anschlüsse fast schon „genormt“ da viele Hersteller dieselben verwendeten und so ließen sich einige Eingabegeräte an mehreren Geräten verschiedenster Hersteller verwenden lange vor „USB“ & Consorten.

Üblich waren 4-8 Wege für die Richtung und Feuertasten weil sehr vieles von den Arcade-automaten portiert wurde. Dafür keine Tastatur, keine Maus, kein touch oder VR. Das kam erst mit den verstärkt auftretenden Computern für Zuhause. Die alten Spiele wirken dadurch sehr einfach gestrickt. Ich würde mir aber vom Schwierigkeitsgrad her keine Illusionen machen, die alten halten mit den neuen locker mit wenns ums schwer sein geht.

Kreuzmarkt in Landsberg

Vom Sonntag den 7. September bis in die Woche hinein ist Kreuzmarkt in der Innenstadt.

Mittags bis Abends gibts dort allerlei Marktkramerl und ähnliches, Socken, Gürtel, Putzmittel, kleinkram und was für die Gesundheit, Süßes und Nahrhaftes sind auch vertreten.  Stellenweise erschallt auch musikalisches.

Das schöne Wetter am Sonntag sorgte für einigen Zulauf und so dürfte der Auftakt gelungen sein. Wobei eigentlich von einem paralellem verkaufsoffenen Sonnntag die Rede war doch scheinbar blieb vieles zu.

Grundsätzlich würde ich einen Besuch Empfehlen.

Allerdings besteht da noch Lernbedarf bei der Aufstellung. Es änderte sich wenig im Vergleich zum Veitsmarkt und daher halte ich es weiterhin für suboptimal. Durch die gegebenen Besuchermassen war es sogar schlimmer. In der Vergangenheit stand das Markttreiben ohne Fierantenfahrzeuge auf dem Hellmair-platz und hatte ein paar Ausleger, die aber auch ohne Fahrzeuge. Nun hat man eine „Wagenburg“ vor sich, wirkt fast wie ein Labyrinth. Nur das im Gegensatz zu der gekonnten Aufteilung in der Privatwirtschaft wo die Regale die Menschen leiten und so möglichst vieles besucht wird, obwohl auch die Möglichkeit besteht gezielt und direkt wohin zu kommen, bietet die Variante hingewürfelt in Landsberg eher einen Schlauch mit Seitenästen und einschlüssen. Ist schade das man hier so viel Potential verschenkt.

Zudem hatte die „alte“ Aufstellung die klare Wahl zwischen örtlicher Gastro-bestuhlung oder Markt. Mag sein das man glaubt man müsse beides haben. erscheint mir ein Irrglaube. Weil Märkte bieten eine Nahrungs und Getränke-versorgung schon Standmäßig und so groß wird der Ausfall bei 2 Märkten im Jahr nicht sein. Selbst wenn da befürchtungen um jeden Euro bestehen, ein wirklicher Genuss ist das zusammenquetschen von vorandrängenden Besuchern und knapp daneben sitzenden wohl kaum. Gut vielleicht haben manche eine Vorliebe für ein „ölsardinendasein“ ?

Finde es fast zwanghaft wie die Bestuhlung unbedingt dazwischen gequetscht wird. Einen Gefallen tut man niemenden damit wenn die einen an Flaschenhälsen des Besucherstroms sich stauen, die anderen eingekeilt sitzen und als dritte einige Stände dadurch so blöd liegen das sie sehr viel „frei“zeit haben.

Hoffe man bespricht die Märkte und verbessert etwas.

Neverending story….. parken in Landsberg

Unser aller liebstes Thema in der Lechstadt das uns auch immer weiter verfolgt solange es nicht wirklich offen und ehrlich bearbeitet und damit hinreichend gelöst wird ist was man so schön Parkraumbewirtschaftung nennt.

Andere machen das auch.

Nur nicht so ungeschickt wie wir…

 

Fangen wir von vorn an. Landsberg ist eine Stadt wie viele, die mit einem historischen Stadtkern nunmal in Sachen Platz eher wenig frei hat. Also beschloss man den Parkraumbedarf unterirdisch zu lösen. Der politische Wille von OB und Stadtrat Parkraum zu stellen und die Umsetzung durch die Verwaltung führten zu einem Angebot das Kosten verursacht und deshalb nicht gratis zu offerieren ist.

Zur erfüllung des eigentlichen Zwecks schuf man sogar zwei Tiefgaragen. Eine relativ normale in der Nähe des Inselbades. Diese füllt sich über die Sandauer Brücke und daher eher aus dem Westen. Eine etwas schwierigere im Schloßberg die über die neue Bergstraße angebunden ist und mehr dem östlichen Bereich zugewandt.

Wir haben dadurch ein Angebot an oberirdischen Stellplätzen, an unterirdischen Stellplätzen und die Aufgabe dies zu bewirtschaften. Das Ziel ist dabei politisch gesetzt und nur bedingt direkt wirtschaftlich, das heißt in erster Linie ist die Verfügbarkeit und daraus abzuleitende Anwesenheit mobiler Menschen was man Will.

Die Zeit schreitet voran und trotz Veränderungen bleibt doch ein wichtiger Teil des Angebots die beiden Tiefgaragen. Man fügt dem Angebot auf der Waitzinger Wiese Parkraum hinzu.  Aber es erfolgt auch ein Wechsel von der Betriebsführung durch die Stadt in ein Modell wo die Tiefgaragen den Stadtwerken übergeben sind um diese im Auftrag der Stadt zu betreiben und die oberirdische bewirtschaftung verbleibt direkt in Händen der Stadt.  Die Versorgung mit Parkraum ist damit zweigeteilt.

Oder genauer nur in gewisser Form denn als Ziel des Übergangs von Einrichtungen der Stadt zu den Stadtwerken gilt die Vorstellung das die Stadtwerke ähnlichen Erfolg wie jene in anderen Städten haben und die übernommenen Einrichtungen dann sozusagen mittragen.  Erscheint auf den ersten Blick recht angenehm für Gemeinden wenn Kommunalunternehmen die möglichen Kostenverursacher über Wasser halten und so als nullsummenspiel einerseits zwar keine Wirtschaftliche Konkurrenz zur privatwirtschaft stellen aber gleichzeitig die Belastungen der Gemeinden abdecken. Außerdem erscheint ein KU nicht direkt in den Zahlen der Stadt womit eine allzu tiefrote Färbung vorerst den Abschlüssen der Stadt fernbleibt.   In der Theorie also die so beliebte win-win-situation.

Und dann kam die Praxis und ruinierte alles.

Festzustellen ist das ein zu 100% einer Gemeinde gehöriges KU auch seine Verluste an die Gemeinde weiterreicht und im Fall der Fälle der alleineigentümer auch sehr allein dasteht.

Man kann also einen wunderbaren Bumerang schaffen mit einem KU.

Jetzt treffen mehrere Faktoren zusammen. Die Stadt schuf Einrichtungen zweckdefiniert unter Akzeptanz das diese sich nicht selbst finanzieren. Die Stadtwerke müssten eigentlich zumindest mehrheitlich in ihren Bereichen ein Plus machen um andere dann ausgleichen zu können. Damit es nicht zu einfach wird hat man auch noch Entwicklungskonzepte beauftragt und entnimmt daraus Vorschläge die ebenfalls einer Zielsetzung folgen.

In diese Suppe taucht dann noch als Mit-koch die Privatwirtschaft ihren Löffel und alle rühren herum. Nur nicht in dieselbe Richtung. Auch auf die Temperatur kann man sich nicht einigen. Vom Würzen erst gar nicht zu sprechen.

Am Rand steht das Publikum und möchte einfach nur zu bezahlbaren Preisen eine genießbare Suppe, also einfach faire Preise und eine Lösung für alle.

Warum ist es so schwierig? Ein Teil des Problems ist die Krankheit nicht alle Daten auf den Tisch zu legen. Man versucht Diskussionen zu lenken indem man die Information kontrolliert. Dazu kommt das verschiedene Interessen mitspielen.

Lösen wir das Paket mal auf.

Eine gewinnbringende Bewirtschaftung des oberirdischen Parkraumes durch die Stadt. Wobei aber zu hinterfragen ist warum man im Hintergrund alle möglichen Konzepte hat die diese Einnahme untergraben könnten. Eine verlustbehaftete Bewirtschaftung des unterirdischen Parkraumes durch die Stadtwerke, wobei hier auch die Unterhaltskosten wie zB Sanierungsmaßnahmen hineinwirken. Eine rein verwalterische Teilung weil am Ende immer die Gemeinde dabei ist egal ob direkt oder indirekt über das KU. Desweiteren ein Entwicklungskonzept in vielen kleinen Puzzleteilen das man möglichst versteckt hält, vermutlich weil man sich die Wirkung ausrechnen kann die eine Betrachtung im Zusammenhang hätte. Unzufriedene Benutzer die die preisgestaltung als zu hoch empfinden und durch fernbleiben dem auch Ausdruck geben. Schlecht für den Ruf.

Es steht eine planerische Vorstellung im Raum die den gegensatz fördert und glaubt von außen beurteilen zu können. Zur formulierung von Zielen scheinen kleinste Gruppen zu reichen. Unterschriften die zu tausenden kommen hingegen finden nicht dieselbe Beachtung.  Das wirkt dann wie eine Auswahl der Äußerungen die man wahrnehmen will.

An dem Knoten haben sich schon viele versucht.

Gehen wir zum Neutralsten Punkt. Die Stadt steht in der Verantwortung weil sie diese Stellplätze und deren Organisation geschaffen hat. Die verwalterische Teilung ist unwichtig im Vergleich zum funktionellen Zusammenhang der Parkraumbewirtschaftung.

Ergo kann die Stadt den Verlusten sowieso nicht entkommen da sie entweder direkt oder indirekt dabei ist. Allerdings kann sie durch intelligente Gestaltung der Gebühren und Taktung sich stärker zum  aufsteigenden Teil der halbwelle positionieren der vor dem abkippen ins insgesamt negative liegt und so in den Effekten auf Handel und eigene Einrichtungen mehr gewinnen als verlieren.

Dagegen führt eine überwertung der scheinbaren Stadtwerke-interessen oder ein sinnloser Leidensdruck um des Leidens willen nur dazu das alle verlieren.

Doch einfacher als gedacht.

 

 

Stadtfest kommt – was feiern wir ?

Ja was ?

 

Wir feiern die Eröffnung des neuen Pflegetrakts des Heilig Geist Spitals dessen erfolgreiche bewirtschaftung durch die Stadt dazu führte das uns die Pflegebedürftigen ausgingen und wir nun welche Importieren müssen…

wohl eher Nicht.

Wir feiern die gelungene Restaurierung des Bayertores, dessen wiedergewonnene Schönheit den anderen Gemeinden vor lauter Neid die Tränen in die augen treibt.

nun..vielleicht hoffen wir halt das der Putz noch ein wenig dranbleibt und keinem auf den Kopf fällt.. also auch nix.

Wir feiern die perfekte einstellung der Parkgebühren weil unser mutiger Entschluß uns erlaubt noch mehr Parkraum zu schaffen um damit noch mehr zu erwirtschaften. Die Stadtwache wurde wiederaufgestellt und bewaffnet um die hohen Tageseinnahmen in Landsberg sicher in die prallgefüllten Tresorräume zu bringen.

Gut, die bewaffneten sind eigentlich dazu da die Motorräder zu bewachen damit die ausser Sichtweite parken können. Miet your Park ( lands ) knecht. de sozusagen.

Beides nicht so ganz wahr?

Wie wärs mit unserer grandiosen wiedereröffnung und Erweiterung des Herkomeranwesens pünktlich zum jubiläum ?

Zu spät sagen sie? Aber wir machen das schon noch….

Na dann halt unsere große neue 100 Mio € Mega bildungseinrichtung um die uns selbst München beneiden wird; mit integriertem Stadtsaal für 100.000, Wellness bereich, 5 Kegelbahnen, 3 ha paintball-arena, persönlichen Hubschrauber start und Landeplatz für den OB, super-hi-tech-5D kinosaal für die Stadträte zur Grafischen aufbereitung des Stadtentwicklungskonzeptes Landsberg 3000, unteridischem busbahnhof ( ja Stuttgart wir sind schneller fertig ) und noch vieles hier nicht genanntes.

Luftschloß? Aber nicht doch. Wie können Sie so gemein sein.

lassen mich mal überlegen..etwas einfacheres.

Das Stadtmuseum ist wieder auf, hat jetzt ein flexibles Büro weil man es in einen Aufzug integriert hat und sich die Frage nach unten oder oben so gelöst wurde. Der Brandschutz ist auch gesichert, es ist nun wasserdicht und kann bei Bedarf geflutet werden. Vielen Dank an die Stadtwerke dafür!

Noch zu? Na ja man muss halt Geduld haben.

beim Stichwort Stadtwerke:

Die sind jetzt mega reich, haben Öl gefunden und die Herren von Gas,Wasser und sch.. äh Schtrom lassen sich standesgemäß im Horch durch die Stadt chauffieren, huldvoll den Massen zuwinkend, deren Dankbarkeit keine Grenzen kennt seit die Aktien der Bevölkerungseigenen Stadtwerke AG alle Rekorde brechen.

Zu viele Dämpfe eingeatmet meinen sie? kann gar nicht sein.

Wir feiern also unser heißgeliebtes, frisch saniertes Inselbad. Mit endlosem feinem Sandstrand, hübschem Volk das fröhlich dort tollt, frei von Zäunen und stetig erfrischt von Vater Lech.

Oder? wieder daneben?

Langsam wirds schwierig.

Wir feiern… den einzug des EVL in die DEL…ok kein EVL mehr. Wir feiern also…die Aufwertung der Fuchstalbahn zur ICE strecke… keine fuchstalbahn? Wir feiern…die Rückkehr der Bayrischen Pflugfabrik und deren Neubau eines modernen Industriebetriebes am papierbach, richtig? Was, Leben am Papierbach? Freilich sind die Mitarbeiter am Leben. Wer beschäftigt schon tote? Ich versteh das nicht. Wir feiern doch. Nur was ?

Wir feiern die neueröffnung der Linien 6,7,8,9 und 10. Nachdem die Passagierzahlen des Stadtbusses so stark angestiegen sind das im Werk des Busherstellers eine eigene Fertigungslinie nur für Landsberg eingerichtet wurde überlegt der OB schon ob wir expandieren sollen … Stadtbusse überall Stadtbusse..

Defizit? was für ein defizit? Müssens denn so negativ sein?

Wir feiern und keiner hält uns auf! Gefeiert wird! 1 – 2 gsuffa!  Weil Bier, des is die Rettung. Und no a Maß sag I. Denn so wie es is, des halt ja koaner aus. Stadtfest in Landsberg. Prost.

 

Das Landsberger Zeitloch

Wir wissen alle das die Zeit unaufhaltsam voranschreitet. Viele haben ständig „keine Zeit“ und oft sind die Tage einfach zu kurz. Oder es scheint halt alles so schnell vorbei zu gehen..

Was kürzlich geschah:   nachdem im Jahre des Herrn 2010  die Stadt feststellen ließ was so an Verkehrsmengen stattfindet, konnte man sich AD 2014 dazu entschließen dieses auch im Stadtrat vorzutragen.

Als Besucher wundert man sich schon wie man Jahre brauchen kann um einen halbstündigen Vortrag unterzubringen. Ausserdem basieren Entwürfe und Konzepte auf diesen Zahlen und es wäre doch normal gewesen die Grundlagen vorzustellen.

Nun passenderweise schien kaum jemand den Inhalt des Vortrags wirklich zu kennen und jetzt darf die Verwaltung das ganze auch allen Stadträten extra zustellen.  Besonders faszinierend dabei ist, das Teile daraus an anderer Stelle bereits auffindbar sind und man eigentlich nichts neues bekommt ( die Arbeit stammt von 2010 / 2011 , eingefügt wurde inzwischen ?  ). Wens interessiert der kann manches bei:  zukunft-am-lech und bei: urbanes- leben-am-papierbach finden.  Somit ergibt sich das man in Landsberg Entschlüsse fasst ohne alle Grundlagen zu kennen.

Über das aufzäumen des Pferdes von hinten also bitte nicht wundern.

To comment or not to comment ?

Nun schreib ich hier und sammle eigentlich bisher null Kommentare ein….

ist aber nicht direkt schlimm.

Was mir auffiel ist das selbst erfolgreiche blogs manchmal viel Kommentare zu „einfachen“ Dingen erhalten, bei schwierigen Themen oder zusammenfassungen herrscht dann plötzlich Schweigen. Zum Beispiel:

http://landsbergblog.wordpress.com/2014/06/17/brisante-agenda/

Grundsätzlich sehr gut besucht, oft gelesen und ich mag dieses blog wirklich. Etwas seltsam wirkt es schon wenn nach einigen viel-kommentierten Beiträgen plötzlich Stille eintritt. Woran könnte das liegen ?

Also ich schreib Kommentare wenn sie mir einfallen, oft auch eher als Reaktion. Muß halt passen, vom Gefühl fürs Thema her und auch von der „inspiration“ her                                        ( obwohl Tastatur-maltätierer wie ich wahrscheinlich keinen Blumentopf mit ihren Texten gewinnen werden..) und daher gibts von Zeit zu Zeit auch ein hoch an Kommentaren und ein tief;  Sprich Einfall plus Freie Zeit zum tippen ist ein wichtiger Faktor.

Im vorgestellten Beispiel glaube ich aber nicht an die Auswirkung von Pfingstferien oder Stadtweiter gleichzeitiger Schreibblockade.

Kann es sein das eine relativ komplette Zusammenfassung wie die genannte zum Thema Landsberg wenig Kommentare bekommt weil  :

  • sie so vollständig ist das nur sinnlose + 1 Äußerungen kämen ?
  • sie jeden irgendwie treffen könnte, ein kehren vor der eigenen Tür oft wenig beliebt ?
  • die schreibwilligen keinen Ansatz finden und es dann lieber ganz lassen ?
  • die Kommentare zu unterirdisch sind um sie freizuschalten?

1 -2 oder 3 ? oder 4 ?


Ich halte es für möglich das ein oft gesehenes klein-klein, ein beschäftigen mit Teilen des ganzen, bei einer konfrontation mit dem grösseren Ganzen dazu führt das zuerst einmal gar nichts mehr einfällt weil man sich an die mini-bröckerl gewöhnt hat. Praktisch ist so ein ausblenden schon, da lässt es sich gemütlich rein aus persönlichem Blickwinkel urteilen, auseinandersetzungen finden nur in nebenschauplätzen statt .


 

Gut. Vielleicht benötigt es nur einen Anstoß. Ein start-Kommentar sozusagen. Mal sehen.

 

Falls hier jemand erst-kommentator sein möchte, nur zu.

 

 

 

Herzog Ernst Strasse. Barrieren in Fahrtrichtung = Null.

Herzog Ernst Strasse

Dafür erkennt man die Arbeiten am oberen Teil. Barrieren müssen sich aber finden lassen wenn es doch erst barrierefrei werden soll?

Deshalb die Hauseingänge:

Herzog-ernst-eingängeNun scheint es dass an diesen sich nichts ändert, egal wie die Fläche davor aussieht. Zudem bleibt im Haus auch alles wie es, barrierenbehaftet, ist. Komisch.

Wofür dient die „barrierefreiheit“ dann ?   Allein dem Zugriff auf Fördermittel ?

Herzog Ernst hat eine Straße

Nur mal zur Erinnerung für alle die von einer Gasse sprechen:

Ja es heißt Herzog Ernst Strasse.

Warum ich das hier schreibe? Weil kürzlich in der Diskussion um diese Straße ständig der Begriff Gasse herumschwirrte. Seltsam nicht?

Kann es sein das manche so sehr auf eine Sichtweise festgelegt sind das sie unbewusst versuchen aus Strassen Gassen zu machen?

Prominent ist die Stichstrecke vom Hauptplatz zum Hellmairplatz hauptsächlich durch das Thema Belag und die daraus entstehenden Kosten. Aktuell planen die Stadtwerke Arbeiten an ihrem Netz im Sommer dort. Das betrifft die Stadt selbst doch nur indirekt, die Werke sind eigenständig, oder ?

Normalerweise wäre das so. Aber in Landsberg herrscht oft die Ansicht man müsse nur etwas wollen und alle möglichen Begründungen anführen um einen Sinn beizugeben.

Eigentlich erwartet jeder den sorgsamen Umgang mit den Mitteln, die sachorientierte Bewertung und eine Orientierung am Bedarf. Stattdessen dominiert eine Sammlung von Schlagworten, persönlichen Vorstellungen und eine fatale Idee etwas zu verpassen wenn man nicht alle irgendwie greifbaren Fördermittel einsackt, diese Stadt.

Am Beispiel Herzog Ernst Straße schön sichtbar.

  • so nebenbei entsteht beim Thema Hauptplatz eine Vorstellung an der Herzog Ernst Straße dasselbe Pflaster einzusetzen.
  • Obwohl die Herzog Ernst Straße nicht Teil des Hauptplatzes ist und ihre Zukunft „offiziell“ ja ein anderes Thema…
  • sobald die schon bestellten Steine an ihrem Lagerplatz entdeckt werden, muss eine Begründung für ihre Existenz her.
  • also gesteht man ein die Herzog Ernst Straße verändern zu wollen.
  • stellt sich die Frage was eine wenig genutzte Nebenstrecke so veränderungswürdig macht. Der Zustand ist völlig einwandfrei.
  • Mittel sind rar in Landsberg. Viel kleinere Beträge werden mit viel tamtam „eingespart“.
  • das Ziel muss sein: die Stadtwerke verrichten ihr Werk ohne Zugaben von der Stadt.
  • Dazu gehört auch Strassen und Wege zu öffnen und schließen. Sollte ohne Hilfe funktionieren oder wir haben ein Stadtwerke-Problem…
  • Falls man selbst an der Oberfläche etwas verändert, zahlt die Stadt. Und die Anwohner. Insgesamt mehr als wenn die Stadtwerke ihrer Aufgabe nachgehen.

Wir könnten uns also einfach darauf verlassen das die Stadtwerke ihre Arbeit machen. Wir könnten Belastungen sparen. Dem steht allerdings eine Vorstellung entgegen das eine Willensbildung wichtiger ist als der Sinn hinter dem Einsatz der Mittel. Das ergibt dann Veranstaltungen wie im Bauausschuss, wo zwar unmengen an verschiedenen Vorstellungen zur Gestaltung aufeinandertreffen, aber leider der Mut fehlt die absehbare Uneinigkeit durch streichen der Maßnahme schnell zu beenden.

Jetzt trifft ein Paket aus unterschiedlichsten Ideen als nächstes den Gesamtstadtrat. Die chance dem OB zu folgen und zu Asphaltieren wurde dabei verpasst ! Gut es war vermutlich kein ernster Vorschlag…

Zur Auswahl werden mehrere Optionen stehen. Keine davon wird eine nachweisbare Wirkung zeigen die auch nur im Ansatz die Mittel rechtfertigt.

Ohne Verkehr ist auch kein Straßenlärm da, womit die Oberflächenwirkung entfällt. Mit den nicht barrierefreien Zugängen zu den Gebäuden dort und den bereits vorhandenen Barrierefreien Verbindungen wie der Malterserpassage und der Ludwigstraße besteht auch kein ungedeckter Bedarf an barrierefreiheit.

Was bleibt ist ein gestaltungswille. Der Geld kostet. Die ressource die gerade überall sehr knapp ist.  Dafür könnte man hier fördermittel bekommen um mehr davon auszugeben. Ist wie Kredite aufnehmen um mehr zu erwerben ohne diesem zu bedürfen. Echt Spitze.

Mit weniger Milchmädchenrechenakrobatik würde vielleicht weniger Verwirrung herrschen wie etwas wirklich heißt. Nur so als Tip.

 

kaum Mittel aber Mittelschule

Die Zwickmühle:

– die Kasse ist recht leer.   Mittel vorgesehen oder bereitgestellt …..nein.

– die Schulen müssen irgendwann gemacht werden. Wegducken geht nicht.

– die Vorschläge liegen im Bereich von 20 Mio €.

– pro Jahr stehen ohne neue Schulden ~ 3 Mio zur Verfügung  ( für alles )…

 

Hilfreich ist es die Diskussion nicht zu verkürzen, keine totschlagargumente einzusetzen, das Ganze zu sehen anstatt Nur die Schule.

Leider entsteht der Eindruck wir sind genau auf dem falschen Weg. Natürlich verdienen Mittelschulen eine ordentliche Behandlung, muß der Wert auch dieser Schulart gewürdigt werden.

Die Gefahr an dieser Stelle entsteht aus dem Mangel, aus dem sich in der Vergangenheit zu Kreditfreudig gebärden ( siehe Kassenkredite ). Da treffen ein schwer zu deckender Bedarf und Argumente im Knüppel-stil : „denkt an die Kinder“ ;  zusammen und eine mögliche Lösung liegt nicht im  ‚beschließen‘ oder im ‚Geld ausgeben ohne Ende‘ sondern im Prüfen aller Fakten und Möglichkeiten. Keine leichte Aufgabe mit den Zwischenrufen…